Es gibt verschiedene Formen eines Glaukoms. Ebenso unterschiedlich sind die Anzeichen einer Erkrankung an Grünem Star.
Primäres chronisches Weitwinkelglaukom
Dieser auch Offenwinkelglaukom genannte Grüne Star ist die häufigste Form der Augenerkrankung, die meist beide Augen befällt. Das Glaukom bleibt lange unbemerkt, da es keine Schmerzen verursacht. Grüner Star Symptome sind hier:
- erhöhter Augeninnendruck
- Eine Schädigung des Sehnervs und beeinträchtigende Sehstörungen treten erst im Verlauf der Erkrankung auf.
- Gesichtsfeldausfälle
- fortschreitender Verlust des Sehvermögens
Normaldruckglaukom
Wie der Name bereits vermuten lässt, befindet sich der Augeninnendruck im Normbereich unter 21 mm Hg. Dennoch zählen zu den typischen Symptomen:
- Schädigungen des Sehnervs
- Gesichtsfeldausfälle
Winkelblockglaukom / „Glaukomanfall“
Der Augeninnendruck erhöht sich in wenigen Stunden stark, weil der Kammerwinkel durch die Iris verschlossen wird. Dies kann zur Erblindung führen. Symptome für diesen augenärztlichen Notfall sind:
- Schmerzen im Auge und Kopf
- Übelkeit
- Erbrechen
- Herzrhythmusstörungen
- deutliche Sehverschlechterung (Nebelwand, Wahrnehmen von Farbringen um Lichtquellen bei Dunkelheit)
- sehr hoher Augeninnendruck
Wesentlich weniger treten sogenannte Sekundäre Glaukome als Folge oder Komplikation von anderen Augen- oder Allgemeinerkrankungen auf. Noch seltener sind angeborene Glaukome (kongenitales Glaukom) bei Neugeborenen. Hier ist die Entwicklung des Kammerwinkels gestört und es kommt zu einer Blockierung des Kammerwasserabflusses. Diese Störung tritt meist auf, wenn die Augen des Babys besonders groß und lichtempfindlich sind, tränen und ein Lidkrampf auftritt. Eltern sollten ihr Kind rasch untersuchen lassen, da auch hier das Risiko der Erblindung besteht.
Nach Angaben des RKI erkranken mehr als 95 Prozent aller Betroffenen erst ab ihrem 40. Lebensjahr an einem Grünen Star.
