Behandlung von Hämorrhoiden
Welche Maßnahmen bei Hämorrhoiden zur Anwendung kommen, hängt von deren Größe und der Stärke der Symptome ab. In leichten Fällen reicht es häufig bereits aus, das Verhalten beim Stuhlgang zu ändern und Verstopfungen zu vermeiden. Hausmittel wie Teemischungen, Sitzbäder, Umschläge und Kompressen können ebenfalls für Linderung sorgen. Da bestimmte Heilkräuter und ätherische Öle kontraproduktiv sein können, empfiehlt es sich, vor der Anwendung mit einem Arzt oder einer Ärztin zu sprechen.
Bei belastenden Beschwerden ist es grundsätzlich sinnvoll, ärztlichen Rat einzuholen. Geeignete Ansprechpartner:innen sind Hausärzt:innen oder Proktolog:innen. Diese können weitere Behandlungsmethoden in die Wege leiten oder selbst durchführen.
Verödungstherapie
In die vergrößerten Gefäßpolster wird ein Wirkstoff eingespritzt, der die Durchblutung des Gewebes verringert und es dadurch verödet. Die Hämorrhoide vernarbt und schrumpft auf ihre ursprüngliche Größe zurück. Dieses Verfahren eignet sich nur für leicht vergrößerte Hämorrhoiden.
Gummibandligatur
Hierbei streift der Arzt oder die Ärztin einen kleinen Gummiring über die vergrößerte Hämorrhoide. Dadurch wird überflüssiges Gewebe abgebunden und seine Blutversorgung gedrosselt. Nach mehreren Tagen stirbt es ab und wird zusammen mit dem Gummiring ausgeschieden.
Für Patient:innen, die blutverdünnende Medikamente einnehmen, eignet sich diese Methode nicht.
Raffen (Rekto-Anal-Repair, RAR)
Bei dieser Art, Hämorrhoiden zu behandeln, wird das vergrößerte Gewebepolster umstochen und gerafft. Das Zusammenziehen und Verknoten der Fadenenden bewirkt einen Lifting-Effekt. Die Hämorrhoide wird durch die Naht dort fixiert, wo sie anatomisch hingehört.
Eine weitere Variante ist die Doppler-gesteuerte Hämorridalarterien-Ligatur (HAL). Bei dieser werden die Arterien, welche die vergrößerte Hämorrhoide mit Blut versorgen, mit einer Naht verschlossen. Die Blutzufuhr wird gedrosselt, wodurch die Gefäßpolster abschwellen.
Operation
Ist die Erkrankung weit fortgeschritten, hilft meist nur ein chirurgischer Eingriff. Bei diesem werden die vergrößerten Hämorrhoiden-Anteile unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose herausgeschnitten. Zu den wichtigsten Operationsverfahren zählt die Stapler-Methode. Bei dieser kommt ein spezielles Gerät zum Einsatz, das einen Ring überschüssigen Gewebes im Bereich des äußeren Mastdarms entfernt und die Schnittränder mit Klammern zusammenfügt.