Die Patient:innen führen sehr verschiedene Symptome an. Die häufigsten sind:

- kurzer (Sekunden bis Minuten) anfallsartig auftretenderDrehschwindel bei Positionswechsel: Hinlegen und Aufstehen; Schwindel im Liegen beim Drehen, ebenso beim Bücken. Auch bei Drehung und Neigung des Kopfes ist ein Anfall möglich. Die Gesamtdauer der Anfälle kann mehrere Wochen betragen.
- Nach dem kurzen Anfall Übelkeit oder auch Erbrechen sowie ein Gefühl von Benommenheit.
- Unsicherheit beim Gehen.
- Gangabweichung beim Gehen.
- Das Erleben von Kontrollverlust über den eigenen Körper.
Da dieses Erleben Ängste auslöst, besteht die Gefahr eines Vermeidungsverhaltens. So versuchen Betroffene oft, sich aus Angst vor einem Sturz beim Schwindelanfall nur wenig zu bewegen und nur noch im Sitzen zu schlafen. Die Folgen sind nicht nur zu wenig Schlaf und Verspannungen im Bereich der Halswirbelsäule; dieser Zustand kann zu krankhaften chronifizierten Ängsten (Phobien) und Depressionen führen. Zudem ist die Lebensqualität der Betroffenen schon dadurch eingeschränkt, dass sie während der Zeit der Schwindelattacken nicht Fahrrad, Motorrad oder Auto fahren sollten. „Gutartig“ heißt also beim Lagerungsschwindel nicht, dass es sich um eine leichtzunehmende Störung handelt, weil die Betroffenen unter Umständen sehr darunter leiden.