Wechseljahresbeschwerden setzen oft schon einigen Jahre vor der Menopause ein. Bei einigen Frauen treten sie über einen Zeitraum von bis zu 13 Jahren immer wieder auf. Die mittlere Dauer der Beschwerden lag einer Studie an 1.400 Frauen zufolge bei 7,4 Jahren, 4,5 davon nach der Menopause.
Wie stark die Symptome ausfallen, ist individuell sehr verschieden. Während ein Drittel aller Frauen kaum etwas spürt und ein Drittel gut damit zurechtkommt, hat ein weiteres Drittel so heftige Beschwerden, dass die Lebensqualität darunter leidet.
Schweißausbrüche und Hitzewallungen
Hitzewallungen breiten sich meist abrupt über das Gesicht, den Hals und den Oberkörper aus. Das Gesicht wird rot und es folgt ein mehrere Minuten anhaltender Schweißausbruch, nach dem häufig ein Frösteln einsetzt. Viele Frauen leiden darüber hinaus an Nachtschweiß, der ihnen den Schlaf raubt.
Veränderungen der Schleimhäute
Die hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren führen dazu, dass die Schleimhäute in der Scheide, der Blase und der Harnröhre dünner werden. Die Scheide kann sich dadurch trockener anfühlen und ist leichter verletzlich. Zudem wird sie bei Erregung häufig nicht mehr ausreichend feucht, was Schmerzen beim Sex hervorrufen kann. Einige Frauen leiden vermehrt unter Harnwegsinfekten.
Weitere mögliche Wechseljahresbeschwerden
Mit der Menopause und der Zeit davor und danach werden zahlreiche weitere Symptome in Verbindung gebracht. Ob sich diese tatsächlich alle auf die Hormonveränderungen zurückführen lassen, ist ungewiss. Einige Beschwerden treten im fortschreitenden Lebensalter generell häufiger auf und sollten gegebenenfalls ärztlich abgeklärt werden. Dazu gehören:
- ständige Müdigkeit in Verbindung mit Schlafstörungen,
- starke Stimmungsschwankungen und Unruhe
- Gelenk- und Muskelschmerzen
- Ängste und Depression
- Merkfähigkeits- und Gedächtnisstörungen
- Herzklopfen oder Herzrasen.