Auf dem runden Piktogramm mit dem mintfarbenen Hintergrund ist eine Hand mit einem roten Punkt - einer Einstichstelle eines Insekts - abgebildet. Zudem ist oberhalb der Hand eine Biene in einem Kreis dargestellt.
Flohbisse

Flohbisse äußern sich meist in einem quälenden Juckreiz, doch sind sie hierzulande in der Regel ungefährlich. Heute kommt der unangenehme Biss der Parasiten überwiegend bei Menschen vor, die Tiere halten. Mit einfachen Mitteln kannst du Flohbisse erkennen, dich gegen die Plagegeister schützen und ihre Bisse lindern. 

Symptome von Flohbissen

Ob ein Floh gebissen hat, lässt sich in den meisten Fällen schnell auf der Haut feststellen. Flohbisse lassen sich an kleinen Pusteln erkennen, die von sehr starkem Juckreiz begleitet sind. 

Die Pusteln, die Flohbisse erzeugen, sehen folgendermaßen aus: 

  • hellrot, wobei die Verfärbung zur Mitte hin stärker wird 
  • leicht erhabene Schwellung  
  • etwa ein Zentimeter groß 
  • meist in Gruppen oder wie eine Spur hintereinander 

Mitunter entwickeln sich nach zwölf bis 24 Stunden um die Bissstelle: 

  • Hautblasen 
  • Eitrige Pusteln mit starkem Juckreiz 

Werden Flohbisse behandelt, klingen die Rötungen im späteren Verlauf von rund ein bis zwei Wochen ab, sodass die Bisse nur noch schwach zu sehen sind. 

An folgenden Stellen treten Flohbisse besonders oft auf: 

  • Füße 
  • Beine 
  • Hüfte 
  • Kniebeugen 
  • Ellenbeugen 
  • Achselhöhlen 

Ursachen von Flohbissen

Das Bild zeigt eine Macroaufnahme eines Flohs auf einem menschlichen Finger.
Der Menschenfloh ist Deutschland aufgrund der verbesserten hygienischen Bedingungen selten geworden; wird man von einem Floh gebissen, ist davon auszugehen, dass es sich um einen Hunde- oder Katzenfloh handelt. | © S.Rohrlach

Verantwortlich für einen Flohbiss sind naturgemäß Flöhe, die auf der ganzen Welt seit Urzeiten in 2.000 Gattungen vorkommen. Menschenflöhe, die sich hauptsächlich bei Menschen aufhalten, sind durch die verbesserte Hygiene in Europa sehr selten geworden. Wesentlich häufiger sind es Hunde- oder Katzenflöhe, die die Beschwerden verursachen. Wer Flohbisse erleidet, kann also eher davon ausgehen, dass sich ein Floh zu ihm verirrt hat. So können die sehr häufig vorkommenden Katzenflöhe vom eigenen Haustier überspringen oder man trifft auf die Parasiten im Freien oder andernorts. 

Flöhe ernähren sich ausschließlich vom Blut anderer Säugetiere. Für gewöhnlich beißt ein Floh einmal am Tag, um zu seiner Nahrung zu kommen. Flohbisse sind nicht zu spüren, da der Floh in diesem Moment ein schmerzstillendes Sekret absondert. Erst nach der Blutmahlzeit des Parasiten ruft der Flohspeichel den Juckreiz hervor. 

Du kannst recht einfach Flohbisse erkennen. Flöhe bevorzugen warme und dunkle Aufenthaltsorte, deshalb halten sie sich gerne in Fell oder Haaren auf. Hast du den Verdacht, dass sich etwa in deiner Matratze Flöhe aufhalten, kannst du sie über ihren dort hinterlassenen Kot als kleine schwarze Punkte identifizieren. Dazu kämmst du diesen auf ein weißes Blatt Papier und feuchtest ihn an. Wenn sich die schwarzen Krümel rot verfärben, ist es ziemlich sicher Kot vom Floh. Der Farbtest funktioniert so einfach, weil der Blutfarbstoff, den die Flöhe beim Beißen aufgenommen haben, von ihnen wieder ausgeschieden wird. Das getrocknete schwarze Blut im Kot ist in feuchtem Zustand wieder als solches zu erkennen. 

Behandlung von Flohbissen

Es empfiehlt sich, Flohbisse konsequent zu behandeln und ihren Ursachen nachzugehen. Ansonsten erfolgen weitere Bisse. Durch den starken Juckreiz besteht das Risiko, dass man etwa im Schlaf einen Biss aufkratzt und Krankheitserreger in die Haut eindringen. Dies kann eine zusätzliche Entzündung auslösen, bei der leicht Narben als bleibende Erinnerungen entstehen. 

Heilt ein Flohbiss innerhalb von 14 Tagen nicht von selbst oder entstehen starke Symptome, solltest du hausärztlichen Rat einholen. Zu den gezielten medizinischen Behandlungen und Methoden, die bei Flohbissen zum Einsatz kommen, zählen: 

  • Kühlende Cremes oder Hautumschläge
  • Antiseptische antibiotikahaltige Salben bei Entzündungen
  • Niedrig dosierte Kortisonsalben bei allergischen Reaktionen
  • Juckreizstillende Tabletten (Antihistaminika) 

Hast du den Verdacht, dass deine Flohbisse durch Flohbefall bei deinem Haustier herrühren, solltest du dich an einen Tierarzt oder eine Tierärztin wenden. Es gibt wirkungsvolle Mittel zur Behandlung wie Spot Ons oder Puder. Damit keine Flöhe und ihre Eier zurückbleiben, die dich und deine Familie erneut mit Flohbissen quälen, solltest du gründlich staubsaugen sowie Hundedecken, Textilien und Ähnliches auf höchstmöglicher Temperatur waschen. Dein Haustier solltest du vorbeugend regelmäßig auf Flohbefall untersuchen. 

Als Hausmittel bei Flohbissen haben sich beim Menschen neben Soforthilfen wir Coolpacks und ein alle Flöhe am Körper beseitigendes Vollbad der kühlende Saft der Aloe vera und die desinfizierende Eigenschaft von Kokosöl bewährt. Beim Reinigen von Oberflächen kannst du eine Mischung aus Essig, Wasser und Zitronensaft sowie Teebaum- oder Eukalyptusöl verwenden, denn der starke Geruch vertreibt die Parasiten. 

Risikofaktoren von Flohbissen

Das größte Risiko bei Flohbissen besteht in ihrem Aufkratzen. Daraus können sich Blutungen, Wundheilungsstörungen sowie Entzündungen bis hin zur Blutvergiftung entwickeln. Durch Flohbisse übertragene Krankheiten gehören in den hiesigen Breiten weitgehend der Vergangenheit an. Im Mittelalter übertrugen hauptsächlich Flöhe auf Ratten die Pest. Allerdings können noch heute in südlichen Breiten die Flöhe auf streunenden Hunden und Katzen Bandwurmeier und gefährliche Erreger schwerer Krankheiten wie Fleckfieber übertragen. 

Wie kann Doktor.de mir bei Flohbissen helfen?

Wenn du den Verdacht hast, dass bei dir Flohbisse aufgetreten sind, kannst du dich an die mit Doktor.de kooperierenden Ärztinnen und Mediziner wenden. Sie beurteilen die Symptome und beraten dich. Zur weiterführenden Diagnostik und Behandlung von Flohbissen suchst du gezielt eine Fachärztin oder einen Fachmediziner auf. 

Quelleninformationen:

Dieser Text wurde von Mediziner:innen geprüft und entspricht medizinischen Leitlinien. 

Dr. med. Schäffler, A.; Dr. Andre-Wallis, B. 11.11.2021. Flohbisse. apotheken.de.

Umwelt Bundesamt. 01.03.2019. Flöhe. 

Glöwing, B. 30.05.2005. Hilfe bei Flohbissen. Pharmazeutische Zeitung. 

Letztes Update: 2022-09-29