
Einige Gehirntumoren lösen schon wenige Tage bis Wochen nach ihrer Entstehung Symptome aus, andere erst nach Monaten oder Jahren. Wann sich erste Anzeichen bemerkbar machen, richtet sich danach, wie schnell der Krebs voranschreitet und wie schwerwiegend er ist. Die Beschwerden resultieren daraus, dass sich die Geschwulst im Gehirn ausbreitet und dabei Nervenstrukturen einengt oder zerstört. Außerdem steigt der Druck im Kopf abhängig davon, wie viel Platz der Hirntumor im Schädel einnimmt.
Die meisten Symptome von Gehirntumoren sind sehr unspezifisch und kommen auch bei unterschiedlichsten anderen Erkrankungen vor. Ein Krebsverdacht ergibt sich für gewöhnlich erst, wenn mehrere der folgenden Beschwerden gleichzeitig vorliegen:
- Kopfschmerzen, die hauptsächlich im Liegen, in der Nacht und morgens vorherrschen und über einen längeren Zeitraum hin zunehmend stärker werden
- Übelkeit und Erbrechen infolge des erhöhten Hirndrucks
- Sehstörungen (beispielsweise von außen her eingeschränkte Sicht oder ein schwarzer Fleck im Blickfeld)
- Krampfanfälle einzelner Gliedmaßen oder des gesamten Körpers
- neurologische Ausfälle wie Taubheit in den Gliedmaßen, Sprach- und Schluckstörungen, halbseitige Lähmungserscheinungen
- epileptische Anfälle
- Beeinträchtigung des Gedächtnisses mit Folgen wie Vergesslichkeit, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen
- Persönlichkeitsveränderungen wie Reizbarkeit, Ablenkbarkeit
- psychische Veränderungen wie Angstzustände, Depression und Teilnahmslosigkeit