Akutes Schleudertrauma
Hauptsymptom eines akuten Schleudertraumas sind heftige Kopf- und Nackenschmerzen, verbunden mit Bewegungseinschränkungen des Halses („steifer Nacken“). Die Nackenschmerzen können auch in Schultern und Arme ausstrahlen. Darüber hinaus können Missempfindungen wie Kribbeln oder Taubheit im Gesicht und in den Armen auftreten. Schwindel, Hörstörungen, Tinnitus, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Schluckstörungen oder Schmerzen in den Kiefergelenken können hinzukommen. Die Symptome entwickeln sich oft erst Stunden nach dem auslösenden Unfall und klingen normalerweise über mehrere Tage bis wenige Wochen langsam ab.
Chronisches Schleudertrauma
In etwa 10 Prozent der Fälle verschwinden die durch das Schleudertrauma verursachten Beschwerden auch nach Monaten nicht. Betroffene leiden weiterhin unter Schmerzen, sensorischen Störungen und psychischen Beschwerden.
Schleudertrauma bei Babys
Das durch Schütteln hervorgerufene Schleudertrauma bei Babys ist eigentlich kein Schleudertrauma und betrifft auch nicht in erster Linie die Halswirbelsäule. Es handelt sich um ein eigenständiges Krankheitsbild, das als Schütteltrauma bezeichnet wird. Im Gegensatz zum Schleudertrauma lassen sich nach einem Schütteltrauma schwerste Verletzungen des Gehirns nachweisen, die zum Tod oder zu bleibenden schweren Behinderungen führen können.
