
In Deutschland übertragen Zecken hauptsächlich zwei Krankheiten: Lyme-Borreliose (oder auch kurz Borreliose) sowie die Frühsommer-Meningoenzephalitis (kurz FSME).
Eine Borreliose ist eine durch Bakterien ausgelöste Infektionskrankheit. Das Risiko, nach einem Zeckenstich an einer Borreliose zu erkranken, hängt davon ab, wie lange die Zecke in der Haut gesteckt hat und wie alt und groß sie war. Größere Zecken sind in der Regel häufiger mit Borrelien infiziert, da sie mehr Wirte gestochen haben.
Jedoch bedeutet ein Stich einer Zecke nicht, dass Borrelien übertragen wurden: Borrelien leben im Darm der Zecke. Das heißt, dass eine Zecke über einen längeren Zeitraum am Wirt saugen muss, damit es zu einer Infektion kommt.
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (kurz FSME) ist eine Virusinfektion, die oftmals mit grippeähnlichen Symptomen einhergeht, in einigen Fällen kann eine Infektion mit FSME-Viren zu einer Hirnhautentzündung führen. Da die FSME-Viren in den Speicheldrüsen der Zecken leben und können diese direkt bei einem Biss übertragen werden. Jedoch ist wichtig zu erwähnen, dass FSME in Deutschland sehr selten vorkommt: Rund 475 Fälle von leichten und schweren Erkrankungen wurden im Jahr 2017 registriert. Meistens verläuft die Erkrankung ohne Komplikationen. Wichtig zu erwähnen ist, dass nicht jede Zecke diese Erreger in sich trägt und nicht jeder Stich die Viren oder Bakterien weitergibt. In Deutschland tritt die Borreliose häufiger auf als FSME – in einigen Teilen Deutschlands sogar gar nicht.