Auf dem runden Piktogramm mit dem mintfarbenen Hintergrund ist eine Hand mit einem roten Punkt - einer Einstichstelle eines Insekts - abgebildet. Zudem ist oberhalb der Hand eine Biene in einem Kreis dargestellt.
Mückenstich

Mückenstiche sind die am häufigsten auftretenden Insektenstiche. Sie können jucken und reizen, Rötungen und Schwellungen hervorrufen, sind aber in Mitteleuropa harmlos. In vielen anderen Ländern können Mücken Krankheiten, wie Malaria und Denguefieber, übertragen, die gefährlicher sind. Planst du eine Reise oder wurdest in einem Risikogebiet von einer Mücke gestochen, informiere dich über die Verbreitung der entsprechenden Krankheiten auf den Seiten des Auswärtigen Amtes oder des Robert-Koch-Instituts.  

Symptome von Mückenstichen 

Sticht eine Mücke einen Menschen, äußert sich dies in einer Hautreaktion im Bereich des Stiches. Die Stelle beginnt meist zu jucken und um die Stichstelle kann sich eine Rötung und Schwellung bilden. Es kann sich eine Quaddel bilden.  

Reist du in Malaria-Risikogebiete, solltest du nach einem Mückenstich auf folgende Symptome achten, die im Rahmen einer Malaria-Erkrankung auftreten können:  

  • Abgeschlagenheit 
  • Glieder- und/oder Kopfschmerzen  
  • Unregelmäßiges Fieber  
  • Durchfall

Ursache für den Juckreiz eines Mückenstichs

Das Bild zeigt eine saugende Mücke auf menschlicher Haut.
Zwar sind Mückenstiche unangenehm, aber in Deutschland in der Regel ungefährlich. | © MikuAalto

Mücken verwenden ihren Rüssel, um die Haut zu durchbohren und Blut zu saugen. Der Juckreiz und auch die nach einiger Zeit auftretende Schwellung sind darauf zurückzuführen, dass das körpereigene Immunsystem auf den Speichel der Mücken reagiert. Erwachsene haben im Allgemeinen mildere Reaktionen als Kinder. Dies liegt daran, dass Erwachsene mehrmals von Mücken der gleichen Mückenart gestochen wurden und sich der Körper an die Substanz des Speichels gewöhnt hat. Wenn Erwachsene jedoch von einer Mückenart gestochen werden, die ihnen noch nie zuvor begegnet ist, beispielsweise in einem anderen Land, kann dies stärkere Reaktionen als üblich auslösen. 

Behandlung von Mückenstichen

In der Regel heilt ein Mückenstich innerhalb von wenigen Stunden bis Tagen vollständig. Viele Menschen empfinden vor allem den ausgelösten Juckreiz als sehr störend. Um das juckende Gefühl zu reduzieren, gibt es verschiedene Cremes und Salben, die du in der Apotheke rezeptfrei kaufen kannst. Ebenfalls kannst du mit einem kühlen Tuch den Juckreiz lindern. Es ist wichtig, dass du den Mückenstich nicht aufkratzt, da so Bakterien eindringen können.  

Eine weitere Möglichkeit, um den juckenden Mückenstich zu behandeln, ist ein Hitzestift. Dieser erwärmt die Einstichstelle und zerstört die Eiweiße, die den Juckreiz auslösen.  

Zudem gibt es eine Vielzahl von Hausmitteln, die das Jucken lindern können:  

  • Beträufele den Stich mit wenigen Tropfen Essig.  
  • Die ätherischen Öle einer halbierten Zwiebel können das Jucken reduzieren.  
  • Zerriebene Schafgarbe kann zu Linderung verhelfen. 

Wie kann ich Mückenstiche vorbeugen?

Du kannst versuchen, Mückenstiche zu vermeiden, indem du helle Kleidung trägst, da Mücken von dunklen Farben angezogen werden. Je mehr Haut du mit Kleidung bedeckst, desto weniger Angriffsfläche bietest du Mücken. Des Weiteren kannst du Mückenschutzmittel verwenden.  

Weitere Möglichkeiten, um Mückenstiche vorzubeugen, können sein:  

  • Ätherische Öle, wie Lavendel oder Citronella.  
  • Mücken sind am aktivsten in der Abend- und Morgendämmerung. Vermeide es daher zu diesen Zeiten Ihre Wohnung zu lüften.  
  • Ein über dein Bett gespanntes Moskitonetz kann dich vor Stichen in der Nacht schützen. 

Um eine Infektion vorzubeugen, kratzen den Stich nicht auf! So könnten Bakterien eindringen.   

Bitte beachten, dass bei Reisen ins Ausland zum Teil zusätzliche Maßnahmen nötig sind. Dazu solltest du eine reisemedizinische Beratung bei Doktor.de in Anspruch nehmen. 

Wie kann Doktor.de mir bei Mückenstichen helfen?

Die meisten Mückenstiche benötigen keine Behandlung. Der Juckreiz verschwindet nach wenigen Tagen von selbst. Wenn sich ein Mückenstich entzündet hat oder wenn du unter ungewöhnlich vielen Mückenstichen leidest, solltest du einen Arzt oder Ärztin aufsuchen. Sehr selten leiden Menschen an einer Überempfindlichkeit gegenüber Mückenstichen. In diesem Fall können die mit Doktor.de kooperierenden Ärzt:innen dir eine Antihistaminikum-Prophylaxe verschreiben, bevor du dich in einer mückenreichen Umgebung aufhältst. 

 

Quelleninformationen:

Dieser Text wurde von Mediziner:innen geprüft und entspricht medizinischen Leitlinien. 

Lundborg, E. 26.05.2020. Myggbett. Doktor.se.

Robert Koch-Institut. 23.04.2015. Malaria. Rki.de.

Letztes Update: 2022-05-27