Bei der Behandlung von Durchfall – vor allem von chronischem Durchfall – kommt es auf die Grunderkrankung an. Akuter Durchfall heilt in der Regel folgenlos nach einigen Tagen aus. Die ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ist hier notwendig. Liegen Infektionen durch Bakterien vor, kann eine Antibiotikagabe angezeigt sein. Diese kann allerdings ebenfalls Durchfall als Nebenwirkung auslösen. Es gibt auch Medikamente aus der Familie der Loperamide, die gegen Durchfall eingesetzt werden können und teilweise frei verkäuflich sind.
Bei entzündlichen Darmleiden oder bei Darmkrebs steht die Behandlung dieser Erkrankungen klar im Vordergrund. Findet hierbei eine wirksame Behandlung statt, dann stehen die Chancen gut, dass sich auch Symptome wie Schmerzen oder Durchfall zurückbilden.
Durchfall und Hausmittel
Bei der oft als Hausmittel bezeichneten Kombination aus Cola und Salzstangen konnte wissenschaftlich keine Wirkung gegen Durchfall nachgewiesen werden. Wenn du unter Durchfall leidest, solltest du dennoch viel trinken, um den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt im Gleichgewicht zu halten. Denn gerade bei Durchfall gehen viel Flüssigkeit und Mineralsalze verloren. Wasser oder ungesüßte Tees sind angezeigt, um diesen Verlust auszugleichen. In Apotheken gibt es auch spezielle Elektrolytmischungen zum Trinken. Fruchtsäfte oder kohlensäurehaltige Getränke dagegen sind nicht geeignet, um den Flüssigkeitshaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Bewährt hat sich bei Durchfall der Verzehr von leichter Kost. Dazu gehören unter anderem Zwieback, zarte Haferflocken, weich gekochte Nudeln, Knäckebrot oder zerdrückte Bananen. Solltest du Nahrungsmittel mit Milch zubereiten, dann nutze hierfür besser die fettarme Variante. Verzichten solltest du zunächst auf sehr fetthaltige oder stark gewürzte Speisen.