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Husten

Bei Husten handelt es sich vielmehr um ein Symptom eines Krankheitsbildeswie etwa einer Atemwegserkrankungals um eine eigenständige Krankheit. Es gibt unterschiedliche Ursachen für Husten, dazu gleich mehr. Dieser Artikel liefert dir alle Informationen, die dir bei Husten weiterhelfen. 

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Symptome von Husten

Husten hat die Funktion, den Körper von Schleim, Staub und Fremdkörpern zu befreien. Dies geschieht durch einen Luftausstoß, der eine Geschwindigkeit von bis zu 480 Kilometern pro Stunde erreichen kann. Neben dem reflexartigen und unwillkürlichen Husten kannst du auch absichtlich husten. Akuter Husten dauert etwa drei Wochen lang. Hält er über acht Wochen lang an, handelt es sich um chronischen Husten.  

Arten von Husten

Eine Frau hustet.
Husten ist eine wichtige Abwehrreaktion des Körpers und reinigt die Bronchien. Die Kehrseite der Reinigungsprozedur: Husten ist körperliche Schwerarbeit. | simarik

Es gibt Husten mit Auswurf (produktiver Husten) und Husten ohne Auswurf (trockener Husten beziehungsweise Reizhusten). Wenn sich Schleim in den Atemwegszellen festsetzt, werden diese gereizt. Sie geben ein Signal ans Gehirn ab, welches den Hustenreiz auslöst. Zu Beginn ist er meist trocken, im Verlauf wird Schleim produziert, der durchsichtig sein oder eine gelbliche bis grünliche Verfärbung zeigen kann. Bei bestimmten Erkrankungen, wie zum Beispiel einer Grippe, kann der Husten auch trocken bleiben und kein produktives Stadium aufweisen. Darüber hinaus kann ein Husten auch rasselnd oder bellend sein. 

Während Husten nach Anstrengung auf Asthma oder Herzprobleme hinweisen kann, spricht morgendliches Husten für Raucherhusten.  

Ursachen von Husten

Zum einen gibt es krankheitsbedingte Ursachen für Husten. Dann ist der Hustenreiz eine Begleiterscheinung einer anderen zugrundeliegenden Erkrankung. Beispiele dafür sind Grippe, Erkältungen, Lungenentzündungen, Lungenembolie, Rippenfellentzündung, Bronchitis, Tuberkulose oder Sodbrennen. Die Ursache liegt meist in einer viralen Infektion, seltener in einer bakteriellen Infektion. Es entstehen Entzündungen in den Atemwegen. Dies kann vermehrte Schleimbildung hervorrufen, was dann zu Husten führt. Auch Allergien, Herzschwäche oder die Einnahme von Medikamenten können Husten verursachen. 

Zum anderen gibt es nicht-krankheitsbedingte Ursachen für Husten. Der Hustenreiz entsteht, wenn du dich verschluckst oder ein Fremdkörper in deine Atemwege gelangt. Auch trockene Raumluft oder Überanstrengung (viel Sprechen, Singen, Sport) kann zu Husten führen. Zudem kann das Einatmen von Reizgasen oder Rauchen für das Husten verantwortlich sein.   

Behandlung von Husten

Sobald die Ursache bekannt ist, ist die primäre Erkrankung zu behandeln. Darüber hinaus gibt es viele Möglichkeiten, Symptome von Husten zu lindern. 

Bei Husten können Hausmittel unterstützen: 

  • Inhalieren mit Wasserdampf. Vorsicht vor Verbrennung, vor allem bei Kindern. Alternativ kann ein Inhalationsgerät genutzt werden.
  • Inhalieren mit Kochsalzlösung. So wird der festsitzende Schleim verflüssigt und kann besser ausgeworfen werden.
  • Schleimhäute feucht halten durch ausreichendes Trinken, regelmäßiges Stoßlüften von Räumen oder Befeuchtung des Raumklimas (Diffusor, Wasserschale auf der Heizung, nasses Handtuch auf dem Heizkörper).
  • Bei Husten ist ein weiteres beliebtes Hausmittel frischer Zwiebelsaft mit Honig. Die Wirkung vor allem von Honig bei Husten ist erwiesen (Anwendung ab einem Jahr).
  • Hustentees mit Thymian, Efeu oder Schlüsselblume helfen, den Schleim zu lösen und besser abzuhusten. Auch hier kann Honig hinzugefügt werden, wobei aufgrund des Zuckergehaltes auf die Menge zu achten ist. 

Hilfe aus der Apotheke: 

  • Lutschtabletten mit Spitzwegerich, Eibisch oder Isländisch Moos können kurzfristig Linderung verschaffen. Diese Wirkung wird durch den oft in diesen Produkten enthaltenen Zuckeraustauschstoff Xylit verstärkt beziehungsweise unterstützt.  
  • Trockener Husten kann mit Hustenblockern mit Pentoxyverin, (Levo-)Dropropizin oder Dextrometorphan unterdrückt werden, wobei Nebenwirkungen und Altersgrenzen bei Kindern zu beachten sind. Hustenblocker dürfen nicht bei Husten mit Auswurf eingenommen werden.
  • Bei Schleimauswurf helfen lösende, reinigende pflanzliche Extrakte wie Eukalyptusöl oder Thymian sowie chemische Wirkstoffe wie N-Acetylcystein oder Ambroxol. Bei Erkrankungen wie Asthma ist Vorsicht bei der Anwendung ätherischer Öle geboten. Hole im Zweifelsfall medizinischen Rat ein. 

Risikofaktoren von Husten

Da Husten viele Ursachen haben kann, ist eine ärztliche Abklärung ratsam. Hält er länger als drei Wochen an oder kommen weitere Beschwerden hinzu, wie beispielsweise Kurzatmigkeit, Atemnot oder Schmerzen im Brustkorb, sollte ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden. Eventuell sind weiterführende Untersuchungen wie Röntgen geboten. Es kann auch sein, dass sich der Husten bessert und dann wieder zurückkommt, was ebenfalls Anlass zur Abklärung gibt. Auch wenn du Fieber bekommst oder Blut hustest, sind Arzt oder Ärztin schnellstens zu kontaktieren. 

Wie kann Doktor.de in Bezug auf Husten helfen?

Wenn du unter Husten leidest, kannst du dich ratsuchend an Doktor.de wenden. Ausgewählte Mediziner:innen stehen dir gerne zur Seite, um deine Symptome besser zuzuordnen und dich zu beraten. Zudem können sie dir bei Bedarf Medikamente oder eine Krankmeldung ausstellen. 

 

Quelleninformationen:

Dieser Text wurde von Mediziner:innen geprüft und entspricht medizinischen Leitlinien.

Letztes Update: 2022-12-09