Mumps

Mumps, auch Ziegenpeter oder Parotitis epidemica genannt, wird durch das Mumpsvirus verursacht. Mumps ist eine systemische Infektionskrankheit, die in jedem Lebensalter auftreten kann und befällt insbesondere die Speicheldrüsen im Kopfbereich des Menschen. In Deutschland ist Mumps nur noch sehr selten anzutreffen, da in der Regel, aufgrund der bereits im Kindesalter durchgeführten Mumps-Masern-Röteln Impfung (MMR-Impfung), ein ausreichender Impfschutz gegen die Krankheit besteht. Mumps ist eine meldepflichtige Erkrankung. Jährlich werden in Deutschland circa 700 Mumps-Fälle gemeldet. Die Erkrankung führt in den meisten Fällen zu lebenslanger Immunität, wobei Reinfektionen aufgrund eines über die Zeit abnehmenden Impfschutzes, möglich, aber selten sind. 

Symptome von Mumps

Nur etwa die Hälfte der an Mumps Erkrankten entwickeln Symptome. Die Krankheit führt zu Schwellungen einer oder beider Ohrspeicheldrüsen, die am hinteren Unterkiefer vor dem Ohr sitzen. Zu Beginn der Erkrankung ist häufig eine einseitige Schwellung zu beobachten, die im Verlauf aber auch die andere Seite befallen kann. In einigen Fällen, bei circa zehn bis 15 % der Erkrankten, ist eine Mitbeteiligung der Unterzungen- oder Unterkieferspeicheldrüsen zu beobachten. 

Weitere Symptome einer Erkrankung mit Mumps sind:

  • Schmerzen beim Schlucken und Kauen 
  • Kopfschmerzen 
  • Fieber 
  • Übelkeit 
  • Erbrechen

Das mit Mumps verbundene Fieber steigt oft nach wenigen Tagen auf 39 °C bis 40 °C an und kann nach ein bis zwei Tagen wieder abfallen. 

In den meisten Fällen ist Mumps eine harmlose Krankheit. In sehr schweren Fällen kann sie, durch zum Beispiel eine parallel auftretende Hodenentzündung bei erwachsenen Männern, zur Unfruchtbarkeit führen. Ebenfalls ist mit steigendem Alter eine Beteiligung des Zentralen Nervensystems (ZNS) zu beobachten, bei der die Hirnhäute sowie das Innenohr betroffen sein können. Bei erwachsenen Frauen kann daneben eine Entzündung der Brust oder der Eierstöcke auftreten.

Aufgrund der Beteiligung des Innenohres war vor der Entwicklung des Impfstoffes, Mumps eine häufige Ursache für einseitige Taubheit. 

Ursachen von Mumps

Verbreitet wird das Mumpsvirus durch eine Tröpfcheninfektion beim Husten oder Niesen. Die Viren können auch an Gegenständen anhaften und so auf den Menschen übertragen werden.  
Die Ansteckungsfähigkeit von erkrankten Personen ist zwei Tage vor Erkrankungsbeginn bis vier Tage danach am größten. Auch Personen ohne Symptomatik sind hoch ansteckend. 

Behandlung von Mumps

Eine Therapie bei einer Mumps Erkrankung ist ausschließlich symptomatisch möglich, da es keine spezifische antivirale Therapie gibt. Die Krankheit heilt in der Regel nach etwa einer Woche von selbst aus. Es ist dennoch wichtig, sich vertrauensvoll an einen Arzt oder eine Ärztin zu wenden, wenn du vermutest, dass du oder dein Kind an Mumps erkrankt sind. Zum einen, um die Ausbreitung der Infektion zu verhindern und zum anderen, weil Folgeerscheinungen auftreten können, die eine ärztliche Behandlung gegebenenfalls notwendig machen.  

Der beste Schutz gegen Mumps: Die Mumps-Masern-Röteln Impfung

Die Impfung gegen Mumps ist Teil des allgemeinen Impfprogramms für Kinder. Sie ist Teil eines Kombinationsimpfstoffs gegen Masern, Mumps und Röteln. Diese Dreifach-Impfung (auch MMR-Impfung genannt), mittlerweile auch als Vierfach-Impfung in Kombination mit dem Impfstoff gegen Windpocken möglich, erhalten die meisten Kinder im Alter von elf bis 14 Monaten und im Alter von 15 bis 23 Monaten. 

Eine Impfung gegen Mumps ist sehr wichtig, um schweren Krankheitsverläufen sowie einer Epidemie (eine Krankheit, die auf eine Region, ein Gebiet oder ein Land begrenzt ist) oder gar Pandemie (eine Krankheit, die Regions-, Gebiets- und Ländergrenzen überschreitet) vorzubeugen. Wenn die Mehrheit der Bevölkerung gegen Masern geimpft ist, werden auch Menschen geschützt, die sich aufgrund ihres Alters, einer Immunschwäche, Unverträglichkeiten gegen den Impfstoff oder sonstiger Erkrankungen nicht impfen lassen können. Dieses Konzept wird in der Medizin als Herdenimmunität bezeichnet.

Wie kann Doktor.de mir bei Mumps helfen?

Die mit Doktor.de kooperierenden Ärzt:innen helfen dir bei der Beurteilung deiner oder der Symptome deines Kindes und beraten dich hinsichtlich einer notwendigen Behandlung bei einer Erkrankung mit Mumps. Bei Bedarf können wir dir Medikamente empfehlen oder verschreibungspflichtige Medikamente verordnen. Bist du dir unsicher, ob du dich oder dein Kind gegen Mumps impfen lassen solltest, beraten unsere Kooperationsärzt:innen dich selbstverständlich ebenfalls gerne. 

 

Quelleninformationen:

Dieser Text wurde von Mediziner:innen geprüft und entspricht medizinischen Leitlinien. 

Lundborg, E. 08.10.2022. Passjuka. Doktor.se.

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). 02.11.2020. Mumps. Gesundheitsinformation.de 

Robert Koch Institut. 20.04.2017. Schutzimpfungen gegen Mumps.

Letztes Update: 2022-05-23
Redakteur: Goda Marwig – Doktor.de
Medizinscher Prüfer: Susanne Patricia Kreimer, Ärztin und Geschäftsführerin – Doktor.de