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Masern

Eine Masernerkrankung ist hoch ansteckend und geht meistens mit Fieber und einem großflächigen Ausschlag einher. Masernviren sind in Deutschland inzwischen selten geworden, weil die Masernimpfung von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen wird. Weltweit sterben jedoch jährlich mehr als 100.000 Kinder an Masern, die meisten vor dem fünften Lebensjahr – und das, obwohl es seit Jahrzenten einen Impfstoff gibt. 

Symptome von Masern

Eine Infektion mit Masern verläuft in zwei Phasen. Anfängliche Symptome sind:  

  • schnell steigendes Fieber 
  • trockener Husten, Schnupfen und Halsschmerzen 
  • Kopfschmerzen  
  • gereizte und lichtempfindliche Augen können wie bei einer Bindehautentzündung auftreten 
  • im Mundbereich leuchtend rote Flecken mit weißen oder blau-weißen Zentren, die Sandkörnern ähneln (sogenannte Koplik-Flecken)

Nach einigen Tagen klingen die Symptome meist ab und die erkrankte Person entwickelt einen roten Hautausschlag. Oft steigt das Fieber wieder sprunghaft an. Der Hautausschlag beginnt häufig hinter den Ohren und breitet sich auf dem gesamten Körper aus. Die zunächst kleinen Flecken werden in der Regel größer, fließen ineinander und klingen nach einigen Tagen ab. Danach schuppt sich die Haut. 

In der Regel führt eine Masernerkrankung nicht zu Komplikationen. In sehr seltenen Fällen kann es zu Gehirnentzündungen, Mittelohr- oder Nasennebenhöhlenentzündungen kommen. Vor allem bei Säuglingen, immungeschwächten Menschen und Erwachsenen treten vermehrt Komplikationen auf. Infiziert sich eine Schwangere mit Masern, kann dies zu Früh- oder gar Fehlgeburten führen. 

Ursache von Masern

Übertragen wird die Erkrankung durch Speicheltröpfchen von infizierten Personen. Masern sind hoch ansteckend es reicht aus, sich mit einer infizierten Person im selben Raum aufzuhalten. Eine Ansteckung ist bis zu zwei Stunden nachdem die Person den Raum verlassen hat, möglich.  
Die Viren können ebenso auf Gegenständen und Flächen überleben.  
Erkrankte Personen sind bereits etwa vier Tage vor dem Auftreten des Hautausschlags infektiös. 

Behandlung von Masern

Gegen Masernviren existiert keine ursächliche Behandlung, lediglich die Symptome der Infektion können behandelt werden. So können zum Beispiel schmerz- und fieberlindernde Medikamente eingenommen werden. Um das Fieber zu senken, helfen zum Beispiel der Wadenwickel. Die Halsschmerzen können mit Lutschtabletten gelindert werden

Der beste Schutz gegen Masern: Die Mumps-Masern-Röteln Impfung

Die Masernimpfung ist Teil des allgemeinen Impfprogramms für Kinder. Sie ist Teil eines Kombinationsimpfstoffs gegen Masern, Mumps und Röteln. Diese Dreifach-Impfung (auch MMR-Impfung genannt), welche mittlerweile auch als Vierfach-Impfung in Kombination mit dem Impfstoff gegen Windpocken erhältlich ist, erhalten die meisten Kleinkinder mit elf Monaten sowie 15 Monaten routinemäßig. Nach diesen Impfungen muss im Erwachsenenalter im Normalfall keine Auffrischungsimpfung erfolgen. 

Frauen mit Kinderwunsch sollten vor der Schwangerschaft von einem Arzt oder Ärztin überprüfen lassen, ob sie gegen Masern geimpft sind und bei Bedarf diese Impfung nachholen.

Eine Impfung gegen Masern ist sehr wichtig, um schweren Krankheitsverläufen sowie einer Epidemie (eine Krankheit, die auf eine Region, ein Gebiet oder ein Land begrenzt ist) oder gar Pandemie (eine Krankheit die Regions-, Gebiets- und Ländergrenzen überschreitet) vorzubeugen.Wenn die Mehrheit der Bevölkerung gegen Masern geimpft ist, werden auch Menschen geschützt, die sich aufgrund ihres Alters, einer Immunschwäche, Unverträglichkeiten gegen den Impfstoff oder sonstiger Erkrankungen nicht impfen lassen können. Dieses Konzept wird in der Medizin als Herdenimmunität bezeichnet. 

Nach der durchgemachten Infektion mit Masern ist der Mensch sein lebenslang immun. In besonderen Fällen werden Patient:innen mit einem schwachen Immunsystem, ohne Impfschutz, oder Schwangeren, die entsprechenden Antikörper (Immunglobuline) verabreicht. Dies geschieht max. sechs Tage nach dem Kontakt mit Masern. 

Wie kann Doktor.de mir bei Masern helfen?

Es gibt keine Behandlung für die Infektion mit dem Masern-Virus selbst. Die Symptome können jedoch gelindert werden. Wir haben erfahrene Kooperationsärzt:innen, die dir helfen, deine oder die Symptome deines Kindes anhand der von dir geschilderten Beschwerden einzuschätzen und gegebenenfalls zu behandeln bzw. dir Handlungsempfehlungen zu geben. 

Du bist unsicher, ob du dich oder dein Kind gegen Mumps-Masern-Röteln impfen lassen solltest? Die mit Doktor.de kooperierenden Ärzt:innen beraten dich selbstverständlich gerne.

 

Quelleninformationen:

Dieser Text wurde von Mediziner:innen geprüft und entspricht medizinischen Leitlinien. 

Lundborg, E. 23.11.2021 Mässling. Doktor.se.

Robert Koch-Institut. 23.07.2021. Masern. 

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). 02.11.2021. Masern. 

Letztes Update: 2022-05-27