Sepsis

Eine Sepsis ist im allgemeinen Sprachgebrauch unter dem Begriff Blutvergiftung bekannt. In den meisten Fällen sind Infektionen für die Entstehung einer Sepsis verantwortlich. Die Sepsis Symptome sind oft unspezifisch. Bei dieser Erkrankung handelt es sich um einen medizinischen Notfall, der unbedingt und schnell ärztlich behandelt werden muss. Rechtzeitig erkannt und zum Beispiel mit Antibiotika behandelt, ist eine Sepsis gut therapierbar. 

Symptome einer Sepsis (Blutvergiftung)

Infektionskrankheiten sind meist für die Entstehung einer Sepsis verantwortlich. Daher ist es oft nicht leicht, die Sepsis Symptome von denen der ursächlichen Infektion abzugrenzen. Achte dennoch auf die folgenden Krankheitszeichen: 

  • Kurzatmigkeit
  • Verwirrtheit
  • Herzjagen
  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Schweißausbrüche
  • Kalte Hände und/oder Füße
  • Allgemeines Schwächegefühl
  • Schmerzen
  • Hautausschlag
  • Eitriger Auswurf   

All diese Symptome können unter anderem auch bei Infektionen wie etwa einer Lungenentzündung, anderen Atemwegsinfekten, einer Hirnhautentzündung oder Entzündungen des Magen-Darm-Traktes auftreten. Von daher ist es besonders wichtig, sich beim kleinsten Verdacht auf eine Sepsis ärztlichen Rat einzuholen oder medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. 

Bei schwereren Verläufen können noch weitere Symptome wie zum Beispiel ein niedriger Blutdruck oder eine plötzliche Verschlechterung des Allgemeinzustands sowie Organversagen hinzukommen. Daher ist es wichtig, eine Sepsis so früh wie möglich zu erkennen und behandeln zu lassen. 

Ursachen einer Sepsis (Blutvergiftung)

Das Bild zeigt eine Nahaufnahme eines verletzten Fingers.
Dass ausschließlich Wunden eine Blutvergiftung auslösen können, ist ein weit verbreiteter Mythos, da auch andere Infektionen eine Sepsis begünstigen können. | © SuFuego

Meist sorgen Bakterien, in einigen Fällen aber auch Viren und Pilze für eine Sepsis. Normalerweise bekämpft das Immunsystem bei Infektionen die Eindringlinge und macht diese lokal im betroffenen Gebiet unschädlich. 

Falls die Krankheitserreger jedoch über die Blutbahn oder die Lymphgefäße in den Körper gelangen, schießt das Immunsystem über. Diese überschießende Reaktion richtet sich dann nicht nur gegen die Bakterien oder Viren, sondern auch gegen den eigenen Körper und dessen Organe. 

Nicht nur Hautwunden können eine Sepsis auslösen 

Wichtig: Es ist keinesfalls so, dass nur Wunden oder entzündete Wunden auf der Haut eine Sepsis auslösen. Zwar können diese entzündeten Wunden eine mögliche Ursache sein. Im Grunde genommen kann aber jede Infektion zu einer Blutvergiftung führen. 

Behandlung einer Sepsis

Um die Blutvergiftung effektiv bekämpfen zu können, sind vor allem eine frühzeitige Diagnose und eine schnelle Behandlung entscheidend. Der Kern der Behandlung ist zunächst, die Ursache, den eigentlichen Infektionsherd, ausfindig zu machen. Wurde dieser Infektionsherd beseitigt, erfolgt in der Regel noch eine Behandlung mit Antibiotika zur Bekämpfung der Bakterien. 

Ein wenig anders sieht die Behandlung aus, wenn die Sepsis etwa durch einen Pilz ausgelöst wurde. Zunächst wird die Pilzinfektion behandelt. Auch ein sogenanntes Antimykotikum kommt zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um ein Medikament zur Bekämpfung der Pilzerreger. 

Intensive Behandlung bei schwerer Sepsis 

Liegt eine schwere Sepsis vor, dann erfolgt die Behandlung meist auf der Intensivstation. Bei einer schweren Blutvergiftung müssen unterschiedliche Behandlungspunkte wie etwa eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Blutdrucküberwachung, Überwachung von Organfunktionen und die Gabe von Medikamenten sichergestellt werden. 

Risikofaktoren einer Sepsis (Blutvergiftung)

Eine Blutvergiftung kann jeden treffen. Allerdings gibt es auch Personen, bei denen besondere Vorsicht angezeigt ist. Hierzu gehören etwa: 

  • Krebspatient:innen
  • Menschen mit schwachem Immunsystem
  • Säuglinge
  • Ältere Menschen
  • Diabetespatient:innen
  • Patient:innen mit chronischen Erkrankungen
  • Menschen mit fehlender Milz 

Vor allem Krebspatient:innen, die sich gerade eine Chemotherapie unterziehen müssen, sind gefährdet. Während einer Chemotherapie wird das Immunsystem stark beeinflusst. Dadurch können die Betroffenen besonders anfällig für eine Infektionskrankheit sein. 

Vorbeugung einer Sepsis (Blutvergiftung)

Eine Blutvergiftung lässt sich mitunter nicht immer vermeiden. Allerdings gibt es einige Maßnahmen, die dabei helfen, die Gefahr zu minimieren. Halte dich an die gängigen Hygienemaßnahmen wie etwa Händewaschen. Auch das Abwaschen von Lebensmitteln oder eine gute Toilettenhygiene gehören dazu. 

Solltest du dir eine offene Verletzung/Wunde zugezogen haben, ist diese Wunde zu reinigen und entsprechend zu schützen. Hierfür stehen sterile Verbände oder Pflaster zur Verfügung. Auch ein Insektenstich kann tückisch sein. Kratze den Insektenstich nicht auf, da auf diese Weise eine offene Wunde entstehen kann, durch die Bakterien in den Körper gelangen können. 

Empfohlene Impfungen nutzen 

Ebenfalls wichtig ist es, die empfohlenen Impfungen wahrzunehmen. Hierzu gehören zum Beispiel Impfungen gegen die Grippe oder gegen Pneumokokken und Meningokokken. 

Wie kann Doktor.de mir bei einer Sepsis helfen?

Eine Sepsis ist ein medizinischer Notfall! Solltest du den Verdacht haben, selbst an einer Blutvergiftung zu leiden, oder solltest du bei anderen bestimmte Sepsis Symptome feststellen, rufe unbedingt den Notarzt. Weiterführende Informationen bekommst du von unseren Ärzt:innen. 

 

Quelleninformationen:

Dieser Text wurde von Mediziner:innen geprüft und entspricht medizinischen Leitlinien. 

Robert Koch-Institut. 17.10.2016. Sepsis.

Infektionsschutz.de. o.J. Sepsis – ein medizinischer Notfall.

Dr. med. Dupont, F. 02.11.2021. Blutvergiftung. Netdoktor.de.

 

Letztes Update: 2022-08-12