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Keuchhusten

Keuchhusten ist eine Infektionskrankheit der Atemwege, die in der Regel von alleine ausheilt und durch das Bakterium Bordetella pertussis ausgelöst wirdDer natürliche Verlauf kann aber durch eine frühzeitige Behandlung mit Antibiotika verkürzt werden. Weder eine Infektion noch eine Impfung führen zur dauerhaften Immunität (körpereigener Schutz vor Wiederansteckung). Daher ist ein wiederholtes Auftreten von Keuchhusten möglich. 

Symptome von Keuchhusten

Typisch für Keuchhusten sind häufige, in Serie auftretende Hustenanfälle. Die Erkrankung kann bis zu sechs Wochen nach den ersten Symptomen ansteckend sein, aber das Risiko für eine Ansteckung nimmt mit der Zeit ab und ist in den ersten zwei Wochen am höchsten. Die Zeit von der Ansteckung bis zum Auftreten von Symptomen, beträgt etwa ein bis zwei Wochen.  

Die Erkrankung verläuft in drei verschiedenen Stadien:  

  1. Die ersten ein bis zwei Wochen nach der Ansteckung mit Keuchhusten hat die erkrankte Person leichte Erkältungssymptome, Husten und Schnupfen. Es kann auch Fieber hinzukommen.  
  2. Nach der ersten Phase beginnt der starke Husten. Es treten Hustenanfälle mit herausgestreckter Zunge und besonders bei Kleinkindern mit einer blauen Verfärbung der Lippen, gefolgt von einem langen pfeifenden Atemgeräusch beim Einatmen. Im Anschluss an eine solche Hustenattacke wird häufig auch zäher Schleim erbrochen. Nach etwa vier bis sechs Wochen klingt diese Phase ab. 
  3. In der etwa vier Wochen weiteren Erholungsphase beruhigt sich der Husten. Jedoch können noch Monate nach dem Keuchhusten zum Beispiel starke Anstrengung Hustenanfälle auslösen.  

Ursache von Keuchhusten

Durch die Tröpfcheninfektion kann das Bakterium Bordetella pertussis von Mensch zu Mensch weitergegeben werden. Hustet, niest oder spricht ein an Keuchhusten erkrankter Mensch, können sich die Menschen im Umfeld anstecken: Bis zu einem Meter können sich die Bakterien in der Luft verbreiten. 

Behandlung von Keuchhusten 

Falls du oder dein Kind an Keuchhusten leiden, kannst du versuchen die Symptome lindern:  

  • Schlafe mit erhöhtem Kopf, da dies die Atmung etwas unterstützen kann. 
  • Trinke viel, da das den Schleim verdünnt und das Abhusten erleichtert.  
  • Isoliere dich von anderen Familienmitgliedern oder Mitbewohner:innen, um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren.  
  • Halte während der Infektion mit Keuchhusten Abstand zu Senioren, Säuglingen und Schwangeren.  

Je nach Stadium der Keuchhustenerkrankung können Ärzt:innen Antibiotika verschreiben. Frühzeitig eingenommen, kann das Antibiotikum die Hustenanfälle abschwächen und so den Krankheitsverlauf abschwächen. Zudem wird durch die Einnahme des Antibiotikums die Ansteckungsdauer verkürzt.  

Impfung gegen Keuchhusten

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt jedem eine Impfung gegen die Erkrankung Keuchhusten, da die Impfung das Risiko verringert, überhaupt an Keuchhusten zu erkranken oder kann bei einer Infektion den Verlauf deutlich schwächen.  

  1. Eine Keuchhusteninfektion kann für Säuglinge zu Komplikationen führen. Daher empfiehlt die STIKO, dass Säuglinge nach dem 2+1-Schema erhalten, das Impfdosen im Alter von zwei, vier und elf Monaten vorsieht. 
  2. Zwischen dem fünften und sechsten sowie zwischen dem neunten und 16. Lebensjahr sollten Kinder und Jugendliche eine Auffrischung mit dem Impfstoff erhalten.  
  3. Erwachsene sollten bei der nächsten fälligen Tetanus- und Diphtherie-Auffrischung zusätzlich gegen Pertussis geimpft werden.   
  4. Um ihr neugeborenes Kind in den ersten Lebensmonaten vor einer Keuchhusten-Erkrankung zu schützen, sollen schwangere Frauen möglichst früh im dritten Trimenon gegen Pertussis geimpft werden.   

Trotz Impfung besteht die Möglichkeit, an Keuchhusten zu erkranken, wobei du auch andere Personen anstecken kannst. 

Wenn du Fragen zur Keuchhustenimpfung für dich und/ oder dein Kind hast, zögere nicht einen unserer Ärzt:innen zu kontaktieren!  

Wie kann Doktor.de mir bei Keuchhusten helfen?

Die mit Doktor.de kooperierenden erfahrenen Ärzt:innen helfen dir, die Symptome anhand der von dir geschilderten Beschwerden, einzuordnen und gegebenenfalls zu behandeln. Falls erforderlich, können unsere Kooperationsärzt:innen Antibiotika verordnen. Eine antibiotische Therapie ist sinnvoll, kann grundsätzlich aber nur dann die Dauer und Heftigkeit der Hustenattacken beeinflussen, wenn sie möglichst früh (d.h. vor dem Beginn oder in den ersten ein bis zwei Wochen ab Beginn des Hustens) verabreicht wird. In den meisten Fällen verschwindet Keuchhusten von selbst und es ist keine spezielle Behandlung nötig. Hustenmittel können die Beschwerden etwas lindern. 

Wenn du Fragen zur Keuchhustenimpfung bei Kindern oder Erwachsenen hast, informieren wir dich gerne ausführlich und beantworten dir alle Fragen zum Impfstoff. 

 

Quelleninformationen:

Dieser Text wurde von Mediziner:innen geprüft und entspricht medizinischen Leitlinien. 

Lundborg, E. 04.10.2021. Kikhosta. Doktor.se.

Robert Koch-Institut. 11.05.2021. Schutzimpfung gegen Pertussis: Häufig gestellte Fragen und Antworten.

Robert Koch-Institut. 11.05.2021. Keuchhusten (Pertussis).

Impfen-info.de. o.D. Keuchhusten-Impfung bei Erwachsenen. 

Letztes Update: 2022-05-27